ASPM: Ihr Weg zu mehr Visibility beim AppSec-Risikomanagement

Daniel Berman
12. November 2024
0 Min. LesezeitWie oft werden Sie von einer Bedrohung oder Schwachstelle in einer Software-Komponente überrascht, von deren Existenz Sie noch nicht einmal wussten?
Allzu viele Unternehmen erleben dieses Szenario womöglich öfter, als ihnen lieb ist. Denn schließlich lässt sich nur das schützen, was man auch sehen kann. Lückenlose Transparenz über die gesamte Software-Lieferkette ist für AppSec-Teams zwar das A und O. Doch es ist umso schwieriger, eine derart umfassende Sicht auf die gesamte Angriffsfläche auch wirklich zu erreichen.
Welche Problemgeflechte ihnen dabei entgegenstehen, ihre proprietären Anwendungen abzusichern, und anhand welcher Lösungen und Methodiken sich diese angehen lassen, beleuchten wir im Folgenden.
DevSecOps im Spannungsfeld zwischen Agilität und Risikomanagement
Anwendungen werden immer komplexer, zugleich verhilft KI Entwicklern auf die Überholspur der Release-Cycles. Dies lässt aber auch das Risiko für schwerwiegendere Sicherheitsvorfälle in die Höhe schnellen, nicht zuletzt auch für die gefürchteten Zero-Day-Events. Ein Umstand, durch den AppSec-Teams hartnäckig die Rolle eines Bremsers der Entwicklung und entsprechend auch der Time-to-Market anhaftet.
Auf den ersten Blick mag es sich hier um Konfliktpunkte handeln, die auf die DevSecOps-Methodik als solche zurückzuführen sind. Die Ursachen sind jedoch konkreter:
Unzureichende Visibility: AppSec-Programme zunehmendem Umfangs stehen vor dem erheblichen Problem, dass es an Übersicht darüber mangelt, welche Komponenten den Software-Bestand ausmachen. Dadurch ist es unmöglich, den Anwendungs-Stack end to end nachzuvollziehen.
Gegensätzliche Prioritäten: AppSec-Teams geht es darum, Risiken zu reduzieren, Entwicklern dagegen um schnelle Dev-Cycles. Über mangelnde Abstimmung dieser Zielsetzungen hinaus fehlt es jedoch oft auch an der Kommunikation und Zusammenarbeit der beiden Lager. Im gleichen Zug nehmen Kosten und Aufwand zu, ebenso wie das Frustrationspotenzial. Dies letztlich mit den Ergebnis einer verlangsamten Time-to-Market bei Mehrkosten für die Entwicklung – eine wenig ideale Kaskade also.
Flickenteppiche aus Security-Tooling: Entwickler sehen sich einem immer dichter werdenden Dickicht an Scanning-Tools gegenüber, die sich häufig nicht in ihre Workflows einpassen. Stattdessen setzen sie innerhalb jeweils eigenen Silos in unterschiedlichen Phasen des SDLC an. Ob diese Tools dann auch wirklich genutzt werden, ist die nächste Frage. Und falls ja, lässt sich aus dieser fragmentierten Landschaft überhaupt ein Gesamtbild des Software-Bestands zeichnen?
Fehlende Security-Insights: Häufig sind AppSec-Teams darauf beschränkt, die grobe Zahl erkannter Schwachstellen und deren Schweregrad weiterzugeben. An einer Möglichkeit, die Effektivität des Security-Programms zu kommunizieren und dabei die drängendsten Probleme herauszustellen, fehlt es ihnen jedoch gänzlich. Entsprechend können sie solche Daten also auch nicht in Dev-Workflows einbringen, damit kritische Probleme dort schnell behoben werden.
ASPM: Neuer Hoffnungsträger in punkto Security-Management
Am Horizont anwendungsübergreifender Visibility tut sich ein Silberstreifen auf: ASPM oder Application Security Posture Management steht für eine neue Tooling-Kategorie mit dem Potenzial, das Management von AppSec-Programmen skalierbar zu ermöglichen.
ASPM-Tools sind darauf ausgelegt, das Management von Anwendungsrisiken durch Erfassung, Analyse und Priorisierung von Sicherheitsproblemen über das gesamte SDLC hinweg zu koordinieren. Hierzu wird von der Entwicklung von Anwendungen bis hin zu ihrer Deployment- und Runtime-Phase eine strukturierte Bestandsaufnahme sämtlicher involvierter Komponenten erstellt. Diese werden jeweils um Anwendungs- und Dev-Kontext ergänzt, der Details zu Problemstellen sowie Informationen zu weiteren zentralen Aspekten umfasst:
Verantwortliche Teams
Geschäftliche Relevanz
Eingesetzte Technologien
Deployment-Status
Runtime-Konfiguration
Security-Testergebnisse einschließlich ermittelter Problemstellen
Dies liefert den umfassenden Kontext, der zur Bestimmung des Risikopotenzials der Problemstellen nötig ist, die von AppSec-Testing-Tools (AST) festgestellt wurden. Mithilfe dieser Erkenntnisse können AppSec-Teams einen besseren Draht zu Entwicklern aufbauen. Denn so können sie veranlassen, dass nur solche Sicherheitsprobleme behoben werden müssen, die konkret zur Risikoreduzierung beitragen. Ebenso zu CISOs und andere aus dem Leadership-Team: Für diese können sie Insights in einer Weise aufbereiten, die für sie mehr Aussagekraft besitzt als simple Daten zu erkannten und behobenen Schwachstellen.
Snyk AppRisk: Enabler effektiver Dev-Einbindung
Snyk AppSec gibt AppSec-Teams eine Lösung an die Hand, die ASPM mit den Dev-First-Grundsätzen eines Shift Left vereint. Dahinter stehen Ziele, die sich einfach lesen: Developer Empowerment, höhere Produktivität, mehr Visibility, effektives Management und effiziente Skalierung. Genauso liegen darin aber auch die Knackpunkte in punkto Visibility.
Viele der ASPM-Tools, die derzeit auf den Plan treten, setzen auf Integrationen mit Drittlösungen oder konventionelle AST-Tools, die bei Entwicklern auf wenig Resonanz stoßen. Ebenso wenig vermitteln sie ein umfangreiches Verständnis ihrer Anwendungen, anhand dessen sie die Behebung von Problemen klar priorisieren könnten.
Snyk AppRisk ist dagegen nahtlos mit unseren AST-Tools integriert, die sich in punkto Sicherheit ebenso bewährt haben wie in Sachen Entwicklerfreundlichkeit. Das Ergebnis ist eine umfassende Visibility, die Anwendungen von der Entwicklung bis zur Runtime transparent und deren Risikoprofile klar erkennbar macht. So können AppSec-Teams und Entwicklerteams in enger Koordination daran arbeiten, die drängendsten Bedrohungen zu beseitigen.
Doch nicht nur das: Die Lösung erfasst auch den kompletten Bestand lückenlos, unabhängig davon, ob von den AST-Tools von Snyk oder anderen unterstützten Sicherheitskontrollen abgedeckt.
Konkrete Vorteile von Visibility und Kontext
Kernziel von ASPM ist es, ein für alle klares Bild sämtlicher Anwendungen und zugehörigen Komponenten zu zeichnen – von der Entwicklung bis in die Cloud, mit Klarheit über eingesetzte (oder fehlende) Security-Kontrollen ebenso wie über Zuständigkeiten.
Laut Prognosen von Gartner ist der Bedarf hierfür groß. Demnach werden bis 2026 mehr als 40 % der Unternehmen, die Anwendungen in Eigenregie entwickeln, auf ASPM setzen. Dies zur schnelleren Erkennung und Behebung sowie dafür, stringente Compliance-Standards zu erfüllen.
Ausschlaggebend ist dabei, dass sich aus der Kombination aus verfügbaren Daten mit Analysen das realistischste Maß zum Risikoprofil, zu geschäftlichem Kontext und zur Effektivität des Programms ergibt. Dies vermittelt AppSec-, Dev- und Leadership-Teams gleichermaßen ein klareres Verständnis des Software-Bestands ihres Unternehmens. Und wer Risikobewertung und -management effizienter gestalten will, benötigt genau das.
DevSecOps aus einem Guss
Snyk AppRisk optimiert den Dev-Prozess in einer Weise, die sich perfekt in die Prinzipen von DevSecOps einfügt:
Ganzheitliche Sicht auf jede einzelne Anwendung: Tiefergehende Insights und umfassenderes Verständnis des Security-Status einer Anwendung
Risikobasierte Priorisierung: Zielgenauere Behebung von Schwachstellen durch mehr Klarheit über ihre Auswirkungen auf Anwendungen
Nahtlose Zusammenarbeit zwischen Dev- und Security-Teams: In die Frühphasen des SDLC integrierte und direkt innerhalb der bevorzugten Toolsets und Workflows von Entwicklern umsetzbare Security, Abbau von Silos und Gewährleistung, dass alle die gleiche Sprache sprechen
Kontextgenaue Anwendung von AppSec-Policies und -Kontrollen: Automatisches Monitoring und konsistente Durchsetzung anwendungsspezifischer Security-Policies und -Kontrollen
Kernsäule echter Zusammenarbeit
Alle wollen ihren Shift Left gestalten. Warum dann nicht gleich einen Start Left hinlegen?
Mit Security-Tools, die exakt auf sie zugeschnitten sind, können und werden Entwickler Sicherheitsprobleme früher, schneller und effektiver angehen. Der Schlüssel liegt darin, dass zwischen AppSec-Teams, Entwicklern und Leadership ein gemeinsames Verständnis der Anwendungen des Unternehmens und ihrer geschäftlichen Bedeutung entsteht. Denn dies bildet nicht nur die Grundlage für die Bewertung von Risiken, sondern dafür, dass alle an einem Strang ziehen – dem Kernfaktor geschäftlichen Erfolgs.
Als diejenigen, die letztlich den Code von Schwachstellen befreien müssen, stehen Entwickler in Sachen Sicherheit an vorderster Front. Eine zusätzliche Belastung, wird ihr Erfolg doch auch an der Taktung ihrer Produkt-Releases gemessen. Dem trägt Snyk durch AST-Tools Rechnung, die ASPM mit Security-Analysen und Anwendungsdaten anreichern und Entwicklern vermitteln, worauf sie wirklich achten müssen. Statt störendem Rauschen finden sie so eine bestmögliche Entwickler-UX vor, an deren Ergebnis ein erfolgreiches AppSec-Programm steht, das dank Dev-First Security nahtlos skalierbar ist.
Developer Empowerment ermöglichen, AppSec-Risiken reduzieren
Snyk AppRisk verhilft Ihnen zu einer umfassenden Security-Methodik im ASPM-Stil, die Visibility lückenlos gewährleistet und AppSec-Teams die Klarheit vermittelt, die sie benötigen, Problemstellen und potenzielle Risiken nachzuvollziehen und zu managen. Zugleich versetzen Sie Entwickler in die Lage, Risikoherde effektiver zu adressieren, und schließen so den Kreis zu nahtloser DevSecOps. Spannendes hierzu beleuchten wir gemeinsam mit Accenture auch im Whitepaper Empower Developers, Reduce Risk: How ASPM Unlocks DevSecOps
Gerne können Sie aber auch direkt einen Demo-Termin für Snyk AppRisk buchen, um in Aktion zu erleben, wie unsere Lösung ASPM und Developer-First-Grundsätze miteinander vereint.
Unlock DevSecOps with Snyk
Overcome application complexities and AI hallucinations while fostering collaboration between dev and sec teams with insights from Snyk and Accenture.